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Third Life

installation at the Laboratoir Village Nomade, 24.11. – 02.12.2007
work done by Iwan Schauwecker and Juliette Forster

 

Eine taktil erfahrbare Installation aus Elektroschrott im Keller des Laboratoir Village Nomade. Ein paar Gedanken zu Realem und Unrealem in staubig, riechenden World Wide Web Räumen.

Durch das Kellerfenster rutscht man in den ersten Raum, den ein Spinnennetz aus Kabel füllt. Über eine ruckende Internetverbindung, wie man sie aus den Anfängen kennt, werden Momente und Gedanken der zu diesem Zeitpunkt residierenden Künstler als Tonarchiv wiedergegeben. Die Wände des ersten Ganges sind tapeziert mit alten Computerplatten und Googleearthfotos. Die Muster der Fotos gleichen den Sturkturen auf den Platten.
Im zweiten Raum geben die Bildschirme dreier Computer endlos das auf ihrem Bildschirm gezeigte Bild wieder. Ein Feld von losen Tastaturbuchstaben verschwindet unter dem Lehm. Lose Folien mit den Definitionen zu den Wörtern: Realität, Wirklichkeit, Virtual Reality, Tasten, Riechen, Wahrnehmung schweben im Raum. Eine grosse, weisse Leinwand lädt dazu ein darauf zu schreiben. Im Ton sind Gedanken, der zu diesem Zeitpunkt residierenden Künstler zum Thema Realität und Internet zu hören. Ein zweiter Gang, durch den man nur hindurchkriechen kann, ist in den lehmigen Kellerboden gegraben. In kleine Nischen findet man alte Briefe, Fotos und ungültiges Geld.
Der letzte Raum ist eine kleine Box mit einer Scheibe durch die man in ein Zimmer hinein sieht. Auf dem Tisch stehen zwei Monitore.
Man hört das Pfeiffen der Vögel, Brummen einer Fliege, Blöcken der Schafe und Gackern der Hühner. Töne aus der Umgebung des Hauses. Auf einem der Monitore sind die Tiere zu sehen.
Auf dem zweiten Monitor sieht man sich selbst, hinter der Scheibe.
Im letzten Gang geht man durch einen Haufen herbstlichen Blätter hindurch, zu einer Hintertür hinaus, zurück.

 

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